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Aus der Geschichte des Vereins

Der nachfolgende Text stammt aus der Festansprache des 1. Vorsitzenden, B.Jerxsen anlässlich der 50 Jahrfeier am 02.02.2008 im Gasthaus “Zur Glucke” in Wolmirstedt.

Ueber die Gründung des Vereins versttändigten sich bereits im Dezember 1957 die ortsansässigen Zuchtfreunde.
Der Verein wurde am 22.01.1958 gegründet.

Die Gründung selbst erfolgte also auf der ersten ordentlichen Versammlung in der Lokalität des Zuchtfreundes Heinz Raek. Wie es damals üblich war, musste das von “Oben” abgesegnet werden. Deshalb waren neben den Zuchtfreunden Heinz Raek, Fritz Heinemann, Walter Köhne, Otto Musold, Fritz Zauer sen. und jun., Ernst Kunkel, Kurt Wilke, Richard Studte, Erich Baacke, Willi Henne , Gerhard Schllüter und Karl Jakob auch der Sekretär des Kreisverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter, Helmut Ackermann aus Olvenstedt sowie der Obmann der Rassegeflügelzüchter im KVB Paul Williges aus Meitzendorf anwesend.
Vom Kreisvorsitzenden erhielt die Sparte 2 Ztr. Backmischfutter.

Das Hauptanliegen der Gründung der Sparte Samswegen und Umgebung war, Züchter aus Samswegen die noch in den Vereinen Wolmirstedt und Groß-Ammensleben waren, sowie aus den Ortschaften Meseberg, Bleiche und Jersleben im hiesigen Verein zu vereinigen.

Der erste Vorstand, bestehend aus:
 1.Vorsitzender:  Gerhard Schlüter
 2. Vorsitzender und Kassierer: Heinz Raek
   Schriftführer::Karl Jakob
  Zuchtwart :  Richard Studte
 wurde einstimmig gewählt und brachte zum Ausdruck, dass das kameradschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl stets in der Gemeinschaft vorherrschen möge..Die erste Ausstellung wurde für den 29. und 30.11.1958 festgelegt in der Gaststätte Müller. Hier sollten auch die monatliche Versammlungen stattfinden.
Die ersten Beschllüsse betrafen Monatsbeiträge. 1 DM für Erwachsene, 0,50 DM für Kinder u.Jugendliche. Standgelder : 1,50 DM pro Tier,
Schaffung einer Jugendgruppe, deren erster Leiter wurde nach seiner Aufnahme im August bereits einen Monat später der Zuchtfreund Dieter Baacke, der übrigens heute noch im Verein aktiv ist. Während dieser Zeit war auch eine gute Jugendarbeit vorhanden und es gab teilweise sogar 4 Zuchtwarte, die sich um die Qualität der gezüchteten Tiere mit viel Hingabe Gedanken machten. Diese Zuchtwarte waren unter anderen:

 Kurt Wilke, Richard Studte, Ernst Kunkel, Dieter Baacke, Otto Musold, Fr. Zauer jun. H.Ziemann, Walter Köhne, Oswald Reuss, Gerhard Döring, Herbert Brohmann, HermuthBaacke war zuständig für die Jugendgruppe), Willy Stichnoth, Karl Pause, Jochen Schliwka Ingo Schwaneberg, Ewald Dessau, Gregor Färber (lezterer ist seit 1984 auch als Ringwart tätig).
Desweiteren gab es den Täowiermeister Otto Musold, nach dessen Ausscheiden Horst Schwaneberg und ab 2008 J.Schliwka.

Zur Gründung hatte die Sparte 17 Mitglieder.

 Vorstandsmitglieder: seit 1958
der erste Vorstand fungierte bis 1962

Jahr

Funktion

Name

1962 - 1963

1.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

2.Vorsitzender

Heinz Ziemann

1.Kassierer

Heinz Raeck

Hilfskassierer

Joachim Schlüter

 

Schriftführer

Heinz Heck

 ab 8/1962

Schriftführer

Ernst Kunkel

1964 -1965

1.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

2.Vorsitzender

Karl Jakob

1.Kassierer

Heinz Raeck

Schriftführer

Ernst Kunkel

1966 - 1967

1.Vorsitzender

Willi Stichnoth

2.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

Kassierer

Heinz Raeck

Schriftführer

Ernst Kunkel

1968 - 1969

1.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

2.Vorsitzender

Willi Stichnoth

Kassierer

Heinz Raek

Schriftwart

Ernst Kunkel

1970 - 1971

1.Vorsitzender

Oswald Reuss

2.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

Kassierer

Heinz Raek

Schriftführer

Ernst Kunkel

1972 - 1975 ( 30.01.)

1.Vorsitzender

Oswald Reuss

2.Vorsitzender

Gerhard Schlüter

 

Kassierer

Heinz Raek

Schriftführer

Helene Brohmann

1975 - 1976

1.Vorsitzender

Oswald Reuss

2.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

Kassierer

Karl Pause

Schriftführer

Wolfgang Dedens

1977 - 1979 (30.11.79)

1.Vorsitzender

Oswald Reuss

2.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

Kassierer

Karl Pause / Ernst Kunkel

Schriftführer

Karl Jakob

Kulturobmann

Uschi Zimmermann

1979 - 1981

1.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

2.Vorsitzender

Oswald Reuss

Kassierer

Lothar Reistel

Schriftführer

Karl Jakob (2.7.81 H.Brohmann)

1982 -1987

1.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

2.Vorsitzender

Wolfgang Dedens

Kassierer

Lothar Reistel

Schriftführer

Helene .Brohmann

1987 (9.10.) - 1991

1.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

2.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

Kassierer

Lothar Reistel

Schriftführer

Helene Brohmann bis 11/89

Schriftführer

Thorsten Marter ab 12/89

1991 (11/91) - 1994

1.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

2.Vorsitzender

Jürgen Zimmermann

 

Kassierer

Lothar Reistel

 

Schriftführer

Dieter Baacke

1994 - 1999

1.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

2.Vorsitzender

Ingo Schwaneberg

Kassierer

Wolfgang Dedens

Schriftführer

Dieter Baacke

Zuchtwart

Jochen Schliwka

1999 - 2002 (8.02.2002)

1.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

2.Vorsitzender

Heinz Fiedler

Kassierer

Wolfgang Dedens

Schriftführer

Dieter Baacke

2002 - 2005 (11.03.05)

1.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

2.Vorsitzender

Heinz Fiedler

Kassierer

Wolfgang Dedens

Schriftführer

Dieter Baacke

2005 2007 (15.02.07)

1.Vorsitzender

Bodo Jerxsen

2.Vorsitzender

Heinz Fiedler

Kassierer

Wolfgang Dedens

Schriftführer

Dieter Baacke

Bis jetzt gab es also 13 mal eine Vorstandsänderung bzw. Vorstandswahlen. Die 1. Vorsitzenden waren durchschnittlich 10 Jahre im Amt.
Im Laufe der Jahre erhöhte sich die Zahl der Mitglieder auf max. 53 im Jahre 1981, dann folgten bis Ende der Achtziger Jahre ein Rückgang bis auf ca. 20 Mitglieder. Erst in den Jahren 1999 - 2001 erhöhte sich mit der Aufnahme von einigen Jugendlichen die Mitgliederzahl wieder.. Im Moment hat unser Verein 28 Mitglieder. 2 Jugendliche und 6 Frauen. In diesem Jahr noch 2 Jugendliche.

Als der Verein gegründet wurde, war die Maxime der damaligen Mitglieder die Beschäftigung mit den Tieren und der kameradschaftliche Umgang miteinander. Das blieb aber nicht immer so. Das Vereinsleben wurde teilweise von außen bestimmt, durch Auflagen des Rates des Kreises bzw. des VKSK. Es war auch nicht verwunderlich, dass durch Anreize wie zusätzzlicher Futterzuteilungen über o.g. Instititionen die Mitgliederzahlen stiegen. Womit sich der Verein neben der eigentlichen Arbeit der Kleintierzucht beschäftigren musste, zeigen zum Beispiel die jährlichen Wettbewerbsauswertungen des VKSK. Der sogenannte sozialistische Wettbewerb trug seinen Beitrag dazu bei. So wurden zum Beispiel für das Jahr 1984 1065 kg Schlachtkaninchen und Zuchttiere, 37300 Eier, 12 Schweinemastverträge ,46 Gänsemastverträge und 10 Putenmastverträge von den Mitgliedern abgeschlossen. Es wurden 1,5 Tonnen Schrott, 1360 Flaschen und Gläser und 120 kg Altpapier gesammelt. Kaninchenfleisch wurde ebenfalls subventioniert. 1984 wurden deshalb 523 Kaninchen aufgezogen. Zur Ausstellung kamen höchstens 60.

Ob diese genannten Zahlen nun Aufschluss gaben, über die Qualität der Geflügel , Tauben oder Kaninchenzucht, muss jeder selbst entscheiden. Auf alle Fälle trugen sie zum Selbstgefallen einiger Funktionäre außerhalb der Vereine bei.

Die Höhepunkte eines jeden Jahres waren die Ausstellungen unseres Vereins. Die erste Ausstellung fand 1958 auf Müllers Saal statt.
Es wurden insgesamt 306 Tiere ausgestellt. 41 Tiere steuerten die Vereine Colbitz und Wolmirstedt zu. Die ersten Sieger waren Fritz Zauer mit Khaki Campbell Enten, Kurt Wilke mit Schwarzen Italienern, Heinz Reak mit neue Dresdner Zwerge und Kurt Wilke mit Strasser blau mit Binden.
Im Krug von U. Müller stellten wir bis 1966 aus.. Dann durften wir hier keine Ausstellung mehr durchführen.

Ab 1967 bis 1981 führten wir die Ortsschauen im Volkshaus Bleiche durch.

Ab 1982 durften wir auch dort nicht mehr ausstellen, weil in Samswegen auf Grund der industriemäßigen Geflügelhaltung in der Geflügelaufzuchtanlage hinter dem Sportplatz eine so genannte Schutzzone errichtet wurde, in deren Umkreis von 3 km keine Geflügelausstellungen durchgeführt werden durften. Es kam noch schlimmer. Enige Zuchtfreunde, die in der Geflügelfarm arbeiteten, durften ab da kein Geflügel mehr halten, geschweige denn züchten. Aus diesem Grunde wurde aus dem Geflüelverein Samswegen ein gemischter Verein. Die Kaninchenzüchter waren jetzt mit im Boot. Es waren aber niemals soviel, dass ein eigener Verein gegründet werden konnte.

In den letzten 4- 5 Jahren gab es dann die Krönung, wo wegen der Gefllügelpest generell Ausstellungen verboten wurden und unsere Gefllügelbestände aufgestallt werden mussten.
Mehrere Zuchtfreunde, wie z .Bsp. Dieter Baacke, Wolfgang Dedens, Jürgen Zimmermann, Ewald Dessau und Jochen Schliwka schlossen sich auch Spezialzuchtgemeinschaften an, entsprechend ihrer gezüchteten Rassen. Sie konnten dadurch ihr Wissen um ihre Rassen erweitern. Einige Züchter nahmen auch an größeren überregionalen Ausstellungen, wie zum Beispiel in Erfurt, Leipzig und Magdeburg mit ihren Tieren teil und erzielten teilweise schöne Erfolge. Dieses waren zu DDR Zeiten die größteen und wichtigsten Schauen.

Daneben stellte unser Verein immer auch auf Kreis und Bezirksebene aus. Auch hier teilweise mit Erfolg.
Die erste Bewährungsprobe des Vereins gab es also mit der Bildung einer gemischten Sparte.

Die nähste war dann die Wendezeit 1989 bis Mitte der 90er Jahre mit der Währungsunion. Während dieser Zeit zeigte sich, wer es mit der Geflügel- bzw. Kaninchenzucht ernst nahm.
Es kam zu Austritten, die zum Teil noch nicht mal begründet wurden.
Der harte Kern machte weiter.
Der Ausstellungsort von 1982 bis“ 1988 war die Gasstä¤tte Köhne in Jersleben. 1989 zogen wir wieder nach Bleiche, weil die Gaststätte in Jersleben verkauft wurde.

1990 wurde keine Ausstellung durchgeführt. 1991 beteiligten wir uns mit 66 Tieren an der Vereinsschau in Angern, anstelle einer eigenen Schau in Samswegen.

Also die Jahre 90 bis 91 waren relativ schwierig für den Verein. Das kann leider nicht alles genau nachvollzogen werden, weil zu dieser Zeit kein richtiger Schriftführer vorhanden war.

Gerade in diese Zeit fiel die Ausarbeitung einer Satzung für den Verein und die Anmeldung bei Gericht. !990 gaben wir dem Verein den heutigen Namen: Rassegeflügel- und Rassekaninchenzuchtverein ”Taubenthal1958” Samswegen e.V. Eingetragen wurden wir in das Vereinsregister unter der Nummer VR 46 im Amtsgericht Wolmirstedt. Jetzt ist das Registergericht in Stendal zuständig.
Die erste Ausstellung in Samswegen nach der Wende führten wir dann 1992 wieder in Samswegen auf dem Saal der Gaststätte
U.Müller durch. Ab jetzt wurde deutlich, dass Ortsschauen von kleinen Vereinen wie unser nur noch mit Beteiligung von Gastvereinen durchgeführt werden können.
Die Ortsschau 1994 wurde wegen zu geringer Tierzahlen nach Groß Ammensleben verlegt. Das hieß,: unsere Spartenmeister wurden auf der dortigen Vereinsschau ermittelt.
Seit 1995 ist nun die Sporthalle Samswegen unser Ausstellungslokal.

1996 waren wir sogar Ausrichter der 1. Ohrekreisschau, die im übrigen von allen Beteiligten und auch auswärtigen Besuchern als sehr gut eingeschätzt wurde. Leider ist unser Verein bis heute nicht in der Lage gewesen, nochmals eine Kreisschau durchzuführen.Durch eine nicht rechtzeitige Anmeldung unserer Schau mussten wir 2002 den Gewichthebern weichen. Als hervorragenden Ausstellungsort stellte uns Ulli Pape seine Scheune zur Verfügung. Die Ausstellung dort wurde ein voller Erfolg. Soweit zu unseren Ausstellungen.

Sehr wichtig ist die Lagermöglichkeit für unser Käfigmaterial. Dieses wird seit dem Tod von Zfrd. R. Studte bei unserem Zuchtfreund U. Pape kostenfrei gelagert.

Erwähnt werden müssen auf alle Fälle unsere Ehefrauen der Mitglieder (teilweise selbst Mitglieder). Ohne sie wäre es nicht mehr möglich eine Ausstellung durchzuführen. Ich denke da nur an die Kaffeestube oder die Verlosung oder auch andere Aktivitäten bei Dorffesten u. ähnlichem.

Neben der Tierzucht führte der Verein natürlich noch andere Veranstaltungen durch, wie zum Beispiel Busfahrten in denAnfangsjahren nach Erfurt, Leipzig oder Neustadt (Dosse), oder auch die Jubiläumsveranstaltungen des Vereins zum 20. /25./ 30./ 40 Jahrestag. Es gab auch Ausflugsfahrten in den Harz , nach Naumburg, nach Hamburg, nach Waren/Müritz , nach Westerstede, nach Rostock zu den Wikingern nach Schleswig um nur einige zu nennen. Im Moment sieht es so aus, als ob diese Reiselust nachlässt.. Schade.. Seit einigen Jahren wird im Herbst eine Kremserfahrt durchgefführt von unserem Zuchtfreund Mirko Schröder. Ebenfalls eine schöne Bereicherung des Vereinslebens.

Nattürlich dürfen wir in den ganzen Jahren die Unterststützung von außen nicht vergessen.

Zu DDR Zeiten wurde das sozusagen staatlich gefördert. / Dorfclub, VKSK) Nach der Wende mussten wir uns selbst kümmern um Unterststützung (Sponsoring)

Hier soll in erster Linie der Gemeinde und der VWG Ammensleben gedankt werden, voran den beiden Bürgermeistern, aber nicht zuletzt den privaten Sponsoren, wie zum Beispiel dem Edeka Markt, der Blumendiele Kunkel, Autodienst Grosser und unserem Gastwirt Lutz Brandt.

Letzterer ermöglicht es uns z..Bsp. die Nutzung der sog. Singestube als unseren monatlichen Versammlungsraum unentgeltlich zu nutzen. Das will in dieser Zeit schon etwas heißen.

Mittlerweile hat unser Verein wieder 29 Mitglieder. Das war der Stand zur 50 Jahrfeier.

Weitere Veränderungen gab es in den Jahren 2010 - 2011. Wir haben jetzt 34 Mitglieder, darunter 3 Jugendliche.
Im Moment hat unser Verein grosse Schwierigkeiten mit dem Vereinslokal, das wegen des Todes des Inhabers Lutz Brandt geschlossen ist.
Unsere Versammlungen finden mehr oder weniger in “Provisorien” statt.
Erfreulich aber ist die Tatsache, dass unser Verein mit der Durchführung der 3. Kreisverbandsschau “Ohre” durch den Kreisverband der Rassegeflügelzüchter
Ohre e.V. in diesem Jahr beauftragt wurde.
Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gange.

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